Die folgenden Rezepte sind verblüffend einfach und unkompliziert.

Viel Spass und guten Appetit!


Weitere Rezepte folgen.
Wünsche, Kritik, Anregungen?

 

 


Am Samstag, den 08.10.2016 gab es im B2 Biomarkt in Rottweil von der VEBU Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg einen Infostand.
Bei der Verkostung kam dieser Kuchen sehr gut an und ich habe versprochen, hier das Rezept zu veröffentlichen - nach Björn Moschinski. 

500 g Mehl, 350 g Zucker, 170 g Kakao,  1 Pack Backpulver, 1 Pack Vanillezucker, 150 ml Öl, 650 ml Sojamilch zu einem glatten Teig verrühren, auf Backblech verteilen und dann 15 Minuten bei 210 Grad Umluft backen.
Nach dem Abkühlen mit geschmolzener Schokolade bestreichen.



Resteküche!!!

Safttrester aus Möhren, Gurke und Staudensellerie mit Mehl, Hefeflocken, Zwiebeln, Gewürzen und Haferflocken gemischt.
Musste etwas Wasser dazu tun, weil mein Entsafter extrem trockenen Trester produziert... ;)
Mit nassen Händen zu dünnen Bratlingen geformt und angebraten.

Einfach, günstig und suuuperlecker - auch kalt!!! :)



Schnell wie der Blitz!

Gekochter Weizen mit braunen Linsen in Paprika, Peperoni, Stangenbohnen, Aubergine, Zwiebeln, Tomaten und Möhrengrün. Mit Kokosmus und Stärke angedickt, mit Kardamon, Salz und Pfeffer gewürzt und oben drauf geschälter Hanf, etwas Tomate und Möhrengrün als Deko.

Geheimzutat: Pfefferminzöl!



Es war sooo lecker, dass ich es teilen muss! ;)
Zucchini-Spaghetti mit Sosse aus Tomaten, Zwiebeln, Frühlingslauch, Sonnenblumenkernen, Hefeflocken, Salz und Kräutern der Provence - im Mixer püriert. Obendrauf Kräutertofu, etwas Salz (EDEKA bio&vegan Kräutertofu ist fad) und Hefeflocken.
Die einfachsten Gerichte sind oft die leckersten! :)

 

Vegane "Käse"-Sauce / Hefeschmelz

 

 

4 Esslöffel Margarine oder Bratöl mit 5 Esslöffeln hellem Mehl anschwitzen, etwas Wasser und 2 Teelöfel Senf dazugeben und dann immer fleissig den Schneebesen schwingen, damit keine Klümpchen entstehen. Immer mehr Wasser (200-300ml) dazugeben, bis man die gewünschte sämige dickflüssige Konsistenz hat. Mit Salz und Gemüsebrühpulver abschmecken und dann ca. 10 Esslöffel Hefeflocken unterrühren.

 

Hefeflocken gibt es meist auf Weizen- oder Reis-Basis. Die meiste Auswahl findet man im Reformhaus. 

Ich rate zwar zu Bio-Hefeflocken, weil die Herstellung von konventionellen Hefeflocken sehr industriell und umweltschädigend stattfindet und mit GMO in Verbindung gebracht werden kann. Die konventionellen Hefeflocken schmecken aber leider besser...

 

Die Sauce eignet sich für Käse-Nudeln/-Spätzle (beispielsweise durch Zusatz von gebratenem Räuchertofu mit Zwiebeln), Fondue (mit Weißwein und etwas Kirschwasser) oder als Pizza-Käse.

 


Tofu-Burger/-Plätzchen/-Frikadellen


Einfacher geht's nicht und die Zutaten richten sich nach Deinem Geschmack!


Das Grundrezept ist

- Naturtofu

- Gewürze nach Belieben

- etwas kleingeschnittenes oder geraspeltes Gemüse

- Bratöl

- ggfs. etwas Stärke oder helles Mehl


Den Tofu mit einer Gabel zerdrücken oder mit der Hand klein kneten. Dann würzen und mit Gemüse vermischen. Kleine Frikadellen formen und im Öl ausbraten. Fertig!


Sollte die Masse beim Formen auseinanderfallen, kann etwas Stärke oder helles Mehl zum Binden hinzugefügt werden.


Ich nehme gerne neben Salz, Paprika und Pfeffer etwas Sojasoße für den Geschmack, Kurkuma für die Farbe und beispielsweise kleine Paprikastückchen...



Vegane Mayonnaise


Das geht so einfach, schnell und unkompliziert, dass es mich wundert, wieso Mayo überhaupt mit Ei zubereitet wird...


Zutaten:

- 50ml Sojadrink

- 100ml kaltgepresstes Sonnenblumenöl

- 1/2 Teelöfel Senf

- 1/2 Teelöfel Zitronensaft

- 1 Teelöfel naturtrüber Apfelessig (dann ist er auch vegan, weil nicht mit tierischen Stoffen geklärt)

- Salz


Angeblich gelingt das Rezept nicht mit jedem Sojadrink und auch nicht mit jedem Öl (oft wird Rapsöl verwendet).

Bei mir haben sich die obigen Zutaten aus dem Discounter ALDI bewährt (beides bio) und beide sollten ungefähr die selbe Temperatur haben.


Sojadrink mit dem Pürierstab etwas aufschäumen und während man ihn weiter mixt, gibt man langsam immer mehr von dem Öl dazu. Schließlich beginnt es, immer fester zu werden und man gibt die restlichen Zutaten dazu. Lieber länger als kürzer mixen. Dann eventuell noch etwas kalt stellen.

Eigentlich fertig.

Nun geht es ans Abschmecken. 

Ich verwende dafür gerne auch Gemüsebrühe-Pulver.

Absoluter Geheimtipp ist aber Kala Namak, auch bekannt als schwarzes Salz oder Schwefelsalz! Dieses Salz gibt es auf Nachfrage in immer mehr Reformhäusern und Bioläden zu kaufen. Es sorgt mit seinem schwefeligen Geruch und Aroma für den Ei-Geschmack. Eignet sich daher auch für vegane Zubereitungen wie Tofu-Rührei oder Eiersalat aus Nudeln und Kicherbsen.

Aber sehr vorsichtig verwenden. Es ist recht intensiv und kann alles zunichte machen!


Ich fülle die Mayo gerne in ein Glas ab und im Kühlschrank hält sie sich bis zu einer Woche. Allerdings passt Mayo überall dazu und bei mir ist das Glas meist vorher leer... ;)


 

"Käsekuchen" vegan

 

Schnell, einfach, lecker!

 

Auf dem Foto ohne Boden. Den braucht es ja nicht unbedingt! ;)

Ansonsten beispielsweise einen Mürbeteig verwenden. Siehe weiter unten!

 

Es gibt unzählige Rezepte zu veganem Käsekuchen, die sich insbesondere in der Verwendung von Sojajoghurt, Seidentofu, Sojasahne und Naturtofu unterscheiden. Es gibt Rezepte, die alle diese oder auch nur eine dieser Zutaten enthalten. Das wirkt sich insbesondere auf die Konsistenz beim Endprodukt aus. Natur-Tofu hat mehr Eigengeschmack und hinterlässt schließlich im Teig kleine Stückchen, wenn man nicht alles ausreichend püriert hat. Allerdings sorgt er für eine gewisse Festigkeit und ist überall und günstig erhältlich. Deswegen stelle ich hier ein entsprechendes Rezept vor.

 

Auf dem Foto habe ich den Natur-Tofu zu wenig püriert und der Anteil an Seidentofu war zu klein. Geschmeckt hat's trotzdem! ;)

 

Zutaten:

- 150g Zucker

- 240g Margarine

- 80g Speisestärke

- 1 Packung Vanillezucker (oder 1 Packung Vanille-Puddingpulver und dafür nur 40g statt 80g Speisestärke verwenden)

- geriebene Zitronenschalen und Saft von 2 Zitronen

- 500g Natur-Tofu

- 800g Soja-Joghurt oder Seidentofu (Seidentofu ist in der Konsistenz feiner als üblicher Natur-Tofu. Die wabbelige Masse kann, etwas abgetropft, püriert für vielerlei Cremes und Desserts verwendet werden, ist aber nicht überall erhältlich)

 

Eine Springform von ca. 26cm fetten und mit Mehl oder Paniermehl bestäuben. Ofen auf etwa 180 Grad vorheizen.

Margarine schmelzen, abkühlen lassen und mit allen anderen Zutaten (Seidentofu vorher etwas abtropfen) mischen und fein pürieren.

Ab in die Form damit und 40-60 Minuten backen. Danach in der Form auskühlen lassen. Am nächsten Tag schmeckt er am besten.

 

Natürlich können auch Rosinen oder andere Früchte in den Teig gegeben werden!

Zucker, Vanille und Zitrone können in der Menge nach Geschmack variieren. Einfach den Teig vor dem Backen probieren und abschmecken!




Mein Rezept für einen grossen Käsekuchen in einer Auflaufform für eine Verkostung. (Ich wurde sehr gelobt!):


Für die große Auflaufform habe ich 2 Alpro-Joghurts (je 400g), einen Seidentofu (400g) und 250g Naturtofu mit den restlichen Zutaten wie im Rezept oben im Mixer püriert.

Hab nichts abtropfen lassen und die Margarine auch nicht geschmolzen, weil ja eh alles püriert wurde. Weil ich von den zwei Joghurts einen Becher mit Zitronen-Limetten-Geschmack verwendet hab, musste ich auch keine Zitrone mehr hinzufügen.

Abschmecken, ob noch Zitrone, Zucker oder Vanille fehlt und ggfs. hinzufügen.


Der Boden (einfacher Mürbteig): 

300g Weizenmehl Type 550, 150g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Backpulver (ca. 2 TL), 160 g Margarine + ein wenig mehr für die Form.

Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Margarine hinzugeben und alles zu einem Teig verkneten. Eine Springform fetten und den Teig hineindrücken, dabei einen Rand hochziehen. Zugedeckt für 1 Std. in den Kühlschrank stellen.

Füllung drauf und dann wie angegeben backen! So einfach und schnell! 



Panierte Soja-Nuggets oder -Schnitzel


Günstig, einfach, schnell und lecker!


Grundlage für diese Zubereitungen ist das texturierte Soja, welches in unterschiedlichen Formen erhältlich ist. In allen grossen Drogerien findet man inzwischen das Soja-Granulat als Grundlage für Bratlinge oder vegane Bolognese. Im Bioladen und Reformhaus wächst das Angebot an Sojaschnetzeln fein und grob (beispielsweise für Gyros oder Geschnetzeltes), Würfel (bspw. Gulasch), Medaillons (bspw. Nuggets), Steaks (bspw. Schnitzel oder Grillsteaks) und Big Steaks (bspw. Rouladen, siehe Rezept weiter unten).

Entfettetes Sojamehl, ein Nebenerzeugnis bei der Sojaöl-Produktion, wird zu einer fleischähnlichen Form "gepufft". Es ist sehr günstig im Einkauf und als Trockenprodukt lange haltbar. Zur Weiterverarbeitung in der Küche gehört immer das Einweichen, Würzen und Erhitzen.


Für dieses Rezept verwendest Du Medaillons oder Steaks, die Du im veganen Online-Handel und in immer mehr Reformhäusern bekommen kannst. Frag einfach mal danach!


Zutaten:

- Medaillons oder Steaks aus Sojafleisch/texturiertem Soja (beispielsweise von Vantastic Foods)

- Gewürze wie Paprika, Pfeffer, Salz, Sojasoße, Majoran, Hefeflocken usw.

- helles Mehl

- Paniermehl

- Bratöl


Gib das trockene Sojafleisch in reichlich gesalzenes kochendes Wasser - ähnlich Nudelwasser mit einer Spur mehr Salz. Es gibt Rezepte, die in diesem Vorgang bereits Gemüsebrühe, Miso und Sojasoße empfehlen, um möglichst viel Geschmack in das geschmacksneutrale Sojafleisch zu bekommen. Wenn diese Brühe aber nicht weiterverwendet wird, finde ich diese Zutaten aber zu kostbar und bin deswegen auf banales Salzwasser umgestiegen. Die Würze kommt dann eben später dazu...

Das Sojafleisch sollte mit Wasser bedeckt sein, ein paar Minuten aufkochen und dann kann man es auf der ausgeschalteten Herdplatte 20-30 Minuten quellen lassen. Hin und wieder umrühren, damit alle Stücke genügen Wasser aufnehmen.

Dann das Wasser abgießen und aus den Stücken auspressen. Beispielsweise zwischen zwei Vesperbrettern. Für die Konsistenz und den Geschmack ist es wichtig, dass möglichst viel von dem Wasser ausgepresst wird, ohne die Stücke zu beschädigen!


Danach von beiden Seiten ganz nach Belieben würzen. Mir reichen oft schon Pfeffer, Salz und Paprika. Im Zweifelsfall lieber etwas intensiver würzen, weil das Sojafleisch recht geschmacksneutral ist und das Salzwasser nur wenig würzt. Ein kleiner Schuß Sojasoße bringt den "unami"-Geschmack!


Als Bindung für das Paniermehl einfach etwas helles Mehl mit Wasser dickflüssig anrühren.

Nach Belieben gerne eine Prise Salz hinzufügen und/oder auch ein paar Hefeflocken.


Das Sojafleisch darin wenden, dann im Paniermehl wenden, in der Pfanne in reichlich Bratöl frittieren bis sie goldbraun sind. Ggfs. mit etwas Küchenkrepp abtupfen.


Dazu Pommes, Barbecue Soße und Ketchup und man kann fast jeden Fleisch-Esser damit überzeugen! :)




Chia-Pudding mit frischer Nussmilch und Obst-Topping


In der Mitte auf dem Bild zu sehen. Die Aufnahme stammt von den Gesundheitstagen Hilzingen...


Mandeln oder Haselnüsse mindestens 6-8 Stunden einweichen, abgießen und daraus Nussmilch zubereiten: Ich gebe abwechselnd Nüsse und gutes Wasser in meinen Entsafter (SlowJuicer Juicepresso) und ernte damit Nussmilch aus der einen Öffnung und Trester für Rohkostkuchenboden oder dergl. aus der anderen Öffnung. Oder man gibt ca. 1-2 Handvoll Nüsse mit 1-2 Liter Wasser in den Mixer und siebt das ganze dann durch einen Nussmilchbeutel, einen Wäschesack, ein Käsetuch oder Geschirrtuch. Selber Effekt, aber mehr Sauerei.


Auf 250ml Nussmilch kommen dann ca. 3 Esslöffel Chia-Saat, die man mindestens 2 Stunden quellen lässt. Zwischendurch umrühren. Jetzt nach Gusto mit Süßungsmittel, Zimt, Fruchtpüree, Trockenfrüchten etc. verfeinern und dann Mmmmhhhh!


Ich habe in diesem Fall nur Agavendicksaft eingerührt und das Topping bestand aus pürierten Bananen und Äpfeln mit Agavendicksaft.


Chia kaufe ich immer in Bio- und Rohkostqualität, weswegen ich die verwendete Flüssigkeit in gleichwertiger Qualität bevorzuge. Du kannst natürlich auch andere Flüssigkeiten verwenden, sogar mit Bier funktionierts! ;)


Chia ist recht geschmacksneutral und quillt stark auf/bildet ein Gel, vergleichbar mit Leinsaat. Entsprechend schmeckt's nach der gewählten Flüssigkeit und den anderen Zutaten.


Es gibt natürlich auch andere Verwendungsmöglichkeiten oder man streut Chia einfach über den Salat und ferdsch...



 Carob-Fudge


„Fudge ist eine cremige, halbweiche Süßigkeit, Toffee nicht unähnlich. Fudge wird mit Unmengen von Zucker, Puderzucker oder Zuckersirup sowie Butter, Sahne und aromatisierenden Zutaten wie Nüssen, Trockenobst, Marshmallows hergestellt. Serviert wird es, in kleine Stückchen geschnitten, als Konfekt, wie bei uns vielleicht Trüffelpralinen.“


Mein Fudge ist gesünder, vegan und kann mit den richtigen Zutaten rohköstlich sein!


Zutaten:

250-300g entsteinte Datteln

3 grosse Esslöffel weisses Mandelmus

4 grosse Esslöffel Carob-Pulver

5 grosse Esslöffel Kokosöl


Datteln je nach Trockengrad 5 bis 20 Minuten in Wasser einweichen.

Das süsse Wasser abgießen und für andere Zwecke aufbewahren oder trinken.

Die Datteln im Mixer oder in der Haushaltsmaschine etwas pürieren.

Dann die anderen Zutaten hinzufügen und zu einer klebrigen Masse weiter pürieren/mixen.

Auf die Temperatur achten, weil sich die im Mixer bei so einer zähen Geschichte schnell erhöht. Lieber zwischendurch Pausen einlegen und von Hand mit Löffel oder Teigschaber den Teig etwas verteilen. Dann wieder mixen.

Zuletzt habe ich eine Handvoll Mandeln dazugegeben und kurz mitgemixt, damit das Fudge nachher ein paar kleine Stücke enthält.

Den Teig auf Backpapier geben und darin einschlagen. So kann man ihn nun bearbeiten, glattstreichen und in kompakte Form bringen, ohne ihn direkt anfassen zu müssen. Fudge wird meist in kleinen Würfeln angeboten, also habe ich eine grosse viereckige Form gemacht.

Im Backpapier eingeschlagen legst Du jetzt die Masse in den Kühlschrank und nach 1-2 Stunden ist sie recht fest geworden.

Raus aus dem Kühlschrank, nach Belieben in Würfel oder andere Formen schneiden, vielleicht noch etwas Kokosraspel drauf, genießen!

 

 Super-lecker-Smoothie


Zutaten für ca. 1,3 Liter:

  • eine halbe Salatgurke

  • ca. 100g entsteinte Datteln

  • eine Handvoll frischen Blattspinat

  • ein Apfel

  • ein Esslöffel Aronia-Pulver

Mit ca. 700ml Wasser im Hochleistungsmixer pürieren und nach Belieben etwas Textur lassen.


Verblüffend deliziös!

 

Gemüse-Broht mit Miso

 

Eine Art Brot/Cräcker, aber in Rohkost-Manier gedörrt statt gebacken

Die Menge entspricht ungefähr einem Pizzaboden.

Trester (Trockenrückstand vom Entsaften. Wer keinen Entsafter hat, kann auch im Mixer einen Smoothie machen und diesen durch einen Wäschebeutel oder Nussmilchbeutel pressen - Voilà: Saft und Trester!)

aus

4 großen Möhren,

ein Viertel Salatgurke,

eine halbe Knolle Süßkartoffel,

ein wenig Staudensellerie,

ein Daumen Ingwer,

ein kleines Kurkumaknöllchen,

ein Apfel und

einer Fenchelknolle

(Der Saft war lecker!)

mit

ca. 150g Gold-Leinsaat (mindestens 2 Stunden eingeweicht, zieht dann manchmal leicht Fäden...)

und

2 Eßlöffel Schwarzwald-Miso mediterran (www.schwarzwald-miso.de oder hier in der Region im gut sortierten Bioladen oder Reformhaus)

und

einer guten Handvoll geviertelter Cocktailtomaten

und

einer kleinen kleingeschnittenen Zwiebel

gut vermengen.

So viel Wasser dazu, wie es für einen "streichbaren" Teig reicht.

 

So, nun kommen zwei Varianten zum "Backen":

 

1. Original:

Im Stöckli-Dörrgerät habe ich die Masse auf Backpapier zu einem "Pizzaboden" verteilt und um die 20 Stunden bei ca. 42 Grad gedörrt. Nach ein paar Stunden ist das Broht trocken genug, um das Backpapier zu entfernen (Es gibt auch spezielle Silikonauflagen. Die hatte ich gerade nicht zur Hand. Beides hat den Zweck, daß recht flüssige Masse nicht durch die Maschen tropft.) Außerdem mehrmals wenden! Ferdsch!

 

2. Für jene ohne Dörrgerät

Im Backofen mit Umluft auf unterster Stufe langsam trocknen. Außerdem die Tür einen Spalt weit geöffnet lassen, wegen Temperatur und Kondenswasserbildung.

 

Ich würde sogar erlauben, das Rezept bei höherer Temperatur und entsprechend kürzerer Zeit auszuprobieren. Es ist dann zwar keine Rohkost mehr (was im normalen Ofen sowieso schwierig zu gewährleisten ist), aber allemal gesünder und leckerer als das gekaufte Zeug! ;)

 

 

Schmeckt pur schon gut. Noch besser mit Topping! Beispielsweise geschälte Hanfsamen oder auch Cashews mit wenig Wasser im Mixer pürieren und nach Belieben würzen. Fertig ist der "Frischkäse". Tomaten, Basilikum, Paprika etc mit drauf und schon gibt's rohe Pizza. Yummy! Gab's auch schon beim Blumberger Veggie-Treff...

 

Die Gemüsesorten vom Trester sind abhängig davon, welchen Saft ich gepresst habe. Ich nehme statt Gold-Leinsaat oder zusätzlich auch braune Leinsaat und füge gerne Sesam, ungeschälte Hanfsamen und Chia-Saat hinzu. Die eingeweichte Leinsaat wird zu einer stark bindenden Masse und hält damit alles zusammen.

Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 Hanf-Creme-Kuchen


Boden:

200g Mandeln (nach Möglichkeit ca. 6-10 Stunden eingeweicht) mit

einer Handvoll entsteinter Trockenfrüchte (z.B. Datteln oder Rosinen) zu einer Teig-Masse mixen. Je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr Nüsse oder Trockenfrüchte verwenden.

Nach Gusto hinzufügen: eine Prise Salz, ein Schuß Zitrone oder Orange, ein wenig Zimt, Lebkuchengewürz, Agavendicksaft, Kokosöl, Kokosmehl, Braunhirse etc.

Schmeckt gut? Lässt sich gut kneten?

Dann in einer Kuchenform verteilen und mit kleinem Rand andrücken.

 

Belag:

150g geschälte Hanfsamen mit

2 Teelöffeln gemahlenen Flohsamen (Die quellen alles auf und machen die Konsistenz! Stattdessen kann auch Kokosöl verwendet werden, welches je nach Temperatur flüssig oder fest ist - also flüssig/warm verarbeiten und dann im Kühlschrank fest/kalt werden lassen),

ein wenig Vanille, gerne auch Zitrone oder andere Geschmacksgeber und

Süßungsmittel (Agavendicksaft, Trockenfrüchte, Reissirup)

mit Wasser im Mixer BEDECKEN und fein pürieren.

Wasser ggfs. hinzufügen bis eine Pudding-Konsistenz erreicht ist.

Auf dem Boden verteilen und nach Gusto garnieren mit Kokosflocken, Gojibeeren, Rosinen etc.

Für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und dann genießen.

Für den Ausnahmefall, daß er nicht gleich komplett aufgegessen wird: Hält sich im Kühlschrank gute 2 Tage, in der Tiefkühlung natürlich länger.

Auf dem Foto ist der Kuchen mit Cashews (ca. 2-3 Stunden eingeweicht) statt Hanfsamen gemacht. Dazu Pudding aus Nussmilch und Chia-Saat. Obendrauf Schoko-Soße.


Rouladen mit Rotweinsoße


Soja-Big-Steaks aus texturiertem Sojaeiweiß in starker Gemüsebrühe (ich verwende zusätzlich Miso und Tamari) aufkochen und dann darin mindestens 30min einweichen lassen.

Abgießen und Brühe aufbewahren.

Steaks zwischen 2 Vesperbrettern ausdrücken und dann von beiden Seiten würzen. Beispielsweise mit einer Mischung aus Paprika, Salz, Pfeffer und Kräutern.

Steaks jeweils mit dünnen Gurken- und Räuchertofu-Scheiben (geht gut mit Sparschäler) mittig belegen, aufrollen und mit Bratenschnur fixieren.

Von allen Seiten in reichlich Bratöl oder Kokosöl anbraten und zur Seite stellen.

Ausreichend großer Topf für alle Rouladen auf den Herd. Mit Brat- oder Kokosöl, Mehl, Senf und Tomatenmark eine Mehlschwitze anrühren und mit großzügig Rotwein ablöschen. Dann die aufbewahrte Brühe bis zur gewünschten Konsistenz und Menge dazu geben. Immer fleißig den Schneebesen schwingen!

Abschmecken, Rouladen dazu und das ganze bei schwacher Hitze lieber zu viel als zu wenig ziehen lassen.

Leckerst!